FSS-News und Absolventen-Updates   •   Premiere mit "Der Penthesilea-Komplex" am 04.09.2020 um 20h - Regie: Grete Linz   •   Teilnahme am Young Theatre Festival in Bale, Kroatien vom 12. - 20.09.2020 mit "Der Penthesilea-Komplex" / Regie: Grete Linz   •   Der Preis für die beste Regie (Grete Linz) und der Große Preis von Akkabar des 7. Internationalen Theaterfestival "Les caravanes théatrales du Zagora", Marokko ( 07. - 10.12.2019) gingen an "Die Casanova Akte" der Freiburger Schauspielschule!   •   Austausch-Projekt mit der Schauspielschule "Arts en Scène" / Lyon: "Mit Kunst gegen Ausgrenzung" 13. - 19.01.2020   •   Preis für die beste Performance mit "Die Farm der Tiere" von G. Orwell auf dem 12. Internationalen Theaterfestival in Djakovo, Kroatien / Regie: Markus Schlüter, Musik: Hannah Schwegler   •   Teilnahme am 13. Internationalen Theaterfestival der Schauspielschulen "Dionysus 2020" in Dakovo, Kroatien im März 2020   •   Teilnahme am 27. Internationalen Theaterfestival in Sibiu / Rumänien (FITS) mit "Die Casanova Akte" unter der Regie von Grete Linz vom 12. - 20.06.2020   •   Christian Schäfer, Künstlerischer Leiter des Theater Gütersloh - Absolvent der Freiburger Schauspielschule - bekommt für sein großes Engagement den Stern des Jahres!   •   Ilja Baumeier - Absolvent der Freiburger Schauspielschule - bekommt die "Junge Talente Schweiz" Auszeichnung   •  

 

Ausbildung

„Braucht ein begabter Mensch eine Schauspielausbildung?”

Diese Frage pflegte Konstantin Stanislawski, einer der wichtigsten Theatermacher und Theaterlehrer der Neuzeit mit einer Gegenfrage zu beantworten: „Braucht ein intelligentes Kind die Schule?“

Es ist wahr, eine Ausbildung kann niemandem Talent beibringen, aber sie kann Bedingungen schaffen, in denen natürliches, schöpferisches Potenzial und schauspielerische Gabe wachsen und gedeihen können. Die Schauspielkunst ist von allen Künsten die Schwierigste, denn der Schauspieler ist Künstler und Kunstwerk zugleich. Er hat weder Farbe noch Leinwand, weder Steine noch Holz, noch andere Materialien zur Verfügung. Er hat nur sich. Seine Sensibilität, sein Einfühlungsvermögen, seine Fantasie, seine Erfahrungen, sein Wissen, seinen Körper und seine Stimme.

Er bringt sich ein mit allem, was er hat:
Je größer seine emotionale Kompetenz, desto nuancierter sein Spiel.
Je stärker seine Persönlichkeit, desto stärker seine Ausstrahlung.
Und je feiner seine Werkzeuge (Körper und Stimme), desto ausdrucksvoller sein Handeln.

Die Fähigkeit zu sehen und hinzusehen, zu hören und hinzuhören, das Können, auf der Bühne mitzudenken, sich von seinem Partner jedes Mal aufs neue überraschen zu lassen. All das sind Fertigkeiten und Fähigkeiten, die eine detaillierte Arbeit verlangen und nicht zuletzt Ausdauer, Kontinuität, Selbstdisziplin und vor allem Geduld.

Denn es handelt sich hier um einen natürlichen Prozess. Auf diesem Weg sind „Abkürzungen“ ein Trugbild. Jede übersprungene Stufe auf der Treppe hinauf zur Schauspielkunst zwingt einen früher oder später zur Rückkehr.

Wie Konstantin Stanislawski in diesem Zusammenhang schon sagte:

„Man kann einen jungen Baum nicht zum Wachsen bringen, indem man ihn an den Zweigen zieht.”