FSS-News und Absolventen-Updates   •   Premiere mit "Die Irre von Chaillot" von J. Giraudoux am 4.10.2018 / Regie: Grete Linz   •   Premiere mit "Girls like that" von Evan Placey am 5.10.2018 im Theater im Marienbad / Kooperation der Freiburger Schauspielschule mit dem Theater im Marienbad   •   Teilnahme am Skomrahi Theater Festival in Skopje, Mazedonien vom 01. - 08.11.2018 mit "GOLDonissimi" unter der Regie von Grete Linz   •   Austausch-Projekt mit der Schauspielschule "Arts en Scène" / Lyon: "Mit Kunst gegen Ausgrenzung" 18. - 25. November 2018   •   Teilnahme am 12. Internationalen Theaterfestival der Schauspielschulen "Dionysus 2019" in Dakovo, Kroatien im März 2019   •   Teilnahme am 25. Internationalen Theaterfestival in Sibiu / Rumänien (FITS) mit "GOLDonissimi" unter der Regie von Grete Linz vom 8. - 17.06.2018   •   Teilnahme am Young Theatre Festival in Bale, Kroatien vom 17. - 27.05.2018 mit "Goldonissimi" / Regie: Grete Linz   •   NEU: Kooperation mit Uni-Freiburg / Medienwissenschaft bei der Erstellung der gemeinsamen Filmprojekte   •   Kooperationsvertrag mit der Umjetnička akademija Osijek (Schauspielschule in Osijek) / Kroatien ab Oktober 2017   •   ERASMUS - Austauschprogramm mit der Universität "Lucian Blaga", Sibiu / Rumänien   •   07.07.2017: Besprechungen bezüglich Austausch und Kooperation mit der "Pace School of Performing Arts" New York im FITS   •   Florian Kleine ist ab dem 8.06.2017 im Kinofilm "Plan B - scheiß auf Plan A" zu sehen   •   12.06.2017: Treffen in Hermannstadt (FITS) mit Noel Witts, professor of Performing Arts at the Leeds Metropolitan University, director of Arts Interlink Consultants, London, UK   •   David Benito Garcia und Cedric Pintarelli sind in "Nathans Kinder" von Ulrich Hub im Schnawwl - Junges Nationaltheater Mannheim seit dem 10.03.2017 zu sehen.   •   Christian Schäfer, Künstlerischer Leiter des Theater Gütersloh - Absolvent der Freiburger Schauspielschule - bekommt für sein großes Engagement den Stern des Jahres!   •   Ilja Baumeier - Absolvent der Freiburger Schauspielschule - bekommt die "Junge Talente Schweiz" Auszeichnung   •   Jasmin von der Born steht von Januar bis März 2017 neben Oscarpreisträger Geoffrey Rush (Albert Einstein) als seine Schwiegertochter Frieda Einstein für die US Serie "Genius" vor der Kamera   •   Publikumspreis am Filmfestival Eichstätt für "Hit The Road Gunnar", mit Julien Lickert - Absolvent der Freiburger Schauspielschule   •   Sebastian Zemann spielt die Hauptrolle im "Regen im Blick" - Regie Simon Schneckenburger - Film der mit dem Deutschen Jugendvideopreis ausgezeichnet wurde   •   Joséphine Eßkuche spielt in Peter Greenaways Film "Walking to Paris"   •   Florian Rexer gewinnt Swiss Comedy Award   •   Christian Schäfer - Absolvent der Freiburger Schauspielschule - erhält unbefristeten Vertrag als Intendant am Theater Gütersloh   •  

 

Körper & Bewegung

Der eigene Körper ist für den Schauspieler ein wesentliches Instrument individuellen Ausdrucks. Er besitzt seine eigene Intelligenz und sein eigenes Gedächtnis und ist sowohl im „Positiven", als auch im „Negativen" erziehbar.

Oft schleichen sich unbemerkt, durch innere Schranken und falsche Gewohnheiten, kompensative Haltungen, Konditionsschwäche und Trägheit ein, die die eigene Ausdrucksfähigkeit verringern. Dies gilt es zu entdecken, sich bewusst zu machen und zu beseitigen, denn nur ein freier, wohlkonditionierter, lustvoller und fantasievoller Körpereinsatz kann die szenischen Forderungen erfüllen.

Daher reicht es nicht die Absolvierung von Übungen im Sinne von Gymnastik oder Choreografien mechanisch zu erlernen, Muskelaufbau und Kondition zu steigern, sondern vielmehr die Lust an Bewegung zu entdecken und den Körper für die motivierte Handlung physisch und psychisch zu mobilisieren. Dafür sind eine ganze Reihe von Disziplinen notwendig.

Methodischer Aufbau

Körpersprache

Den eigenen Körper kennen lernen, eigene Bewegungsfähigkeiten und Grenzen selbst erkennen und beurteilen.

„Organisch" werden, Einklang zwischen Intention und Durchführung

Bewegungsbewusstsein und die Körpertechnik des Bewegungsapparates entwickeln

Durch richtige Dosierung körperlicher Bewegungsreize, den gesamten Denkprozess anregen

Überwindung der eigenen Trägheit, eine freiwillige Disziplinierung erreichen und eine neue Qualität der Arbeitshaltung entwickeln

Entwicklung des Bewegungssinnes und der Bewegungssensibilität

Entwicklung der Motorik, der Impulse und der Dynamik

Entwicklung der Rhythmischen Sicherheit

Entwicklung des Raumgefühls

Pantomime

Hier übernimmt der Körper die Funktion der Sprache. Innere Vorgänge sowie Tätigkeiten werden ausschließlich mit dem Mittel des bewusst bewegten Körpers ausgedrückt

Mobilisierung der Vorstellungskraft und deren praktische sinnliche Umsetzung
Analytische Beobachtungsfähigkeit
Abstraktionsvermögen
Analytische Körperbeherrschung
Formgefühl und Formbewußtsein
Stilisierungsvermögen
Formgebung vorgestellter Gegenstände
Gestaltung von Tätigkeiten
Physische Konditionierung einer Figur
Bewegungsverhalten von Tieren
Erschaffung der Dimensionen Raum und Zeit, nur mit Mitteln des Körpers
Spiel mit der Maske

[ Bilder einer Pantomimeklasse ]

Historische Tänze, Übungen an der Ballettstange

Neben dem Erlernen verschiedener historischer Tänze, gilt der besondere Augenmerk dieser Disziplin, dem Abbau von kompensativen Haltungen, Aneignung der zentrierten Bewegung, Erlangung von Leichtigkeit und Eleganz in der Bewegung.

Haltungskontrolle / Achse - Atmung und Sprechen
Bewusstes Nutzen der Muskulatur
Die zentrierte Bewegung
Atmung und Bewegungskoordination
Choreografien der historischen Tänze: Menuett, Quadrille, Pavane, Sarabande etc.
Anregung der Vorstellungskraft, um sich in die historische Zeit zu versetzen

Fechten, Bühnenkampf und Akrobatik

Es handelt sich hier nicht um Sportfechten, sondern um Bühnenfechten im Sinne von historischem Fechten. Diese Disziplin erstreckt sich auf zwei Semester.

Im ersten Teil des Kurses wird die technische Komponente des Fechtens erlernt und trainiert, im zweiten Teil werden Fecht- und Kampfszenen mit Texteinsatz schauspielerisch einstudiert. Außer der darstellerischen Wirksamkeit ist dieses Fach von großer Bedeutung auch für die Entwicklung besonderer Fähigkeiten wie z. B.:

Koordination
Aufmerksamkeit und geteilte Aufmerksamkeit
Reaktionsgeschwindigkeit
Konzentration
Rhythmusgefühl
Spiel mit dem Partner und Verantwortung für ihn
Entwicklung der Körperkontrolle sowie der Kontrolle der Bewegungen, auch während des spielerischen Vorgangs mit einem oder mehreren Partner.

Akrobatik

Körperbeherrschung, sowie eine relative Sicherheit in verschiedenen Techniken, einzelner akrobatischen Bewegungselemente erlangen
Die individuelle Fantasie ansprechen und immer neue Motivationen für die Durchführung bestimmter Bewegungsabläufe finden
Form- und Rhythmusgefühl herausfordern
Dynamisch-motorische Intentionen für ein relativ freies Spiel in der jeweiligen Übungsaufgabe erfinden
Elemente der Comedia dell´arte

Bühnenkampf

Fallen, Stürzen, Faustschlag, Ohrfeige, Überschläge etc.
Außerdem wird die Fertigkeit geschult, Bewegungsverabredungen mit höchstmöglicher Exaktität einzuhalten, ohne mechanisch zu werden und zwischen Spannung und Entspannung zu spielen.

Standardtänze

Langsamer Walzer
Wiener Walzer
Rumba / Samba
Cha Cha Cha
Tango
Rock'n'Roll
Jive

Suzuki-Training (eine Doppelstunde wöchentlich)

Suzuki-Training, auch "Grammatik der Füsse" genannt, wurde als gruppendynamische Übung, in der Art einer Performance angelegt und von dem japanischen Regisseur Tadashi Suzuki für Schauspieler und Tänzer entwickelt.

International findet die Suzuki-Methode immer mehr Eingang in die Ausbildung darstellender Künstler.

Durch den Fokus auf Klarheit, Einfachheit und die Wirkung des Weglassens wird ein effizienter Umgang mit Stimme und Körper erreicht.

Das Training ist hochenergetisch und fördert so Präsenz und Durchlässigkeit, sowie sinnliche, vitale Kraft und Achtsamkeit (ki'ai).